Malte Lück, geb. 1973, lebt und arbeitet in Köln
Prägungen: das 1973 bereits zu Beginn (und immer mal wieder) auf der Kippe stehende Leben
• der Wunsch nach Beseeltem, den meine Frau (Musikerin) und ich seit 1998 teilen
• die intuitive Intensität des Werkes „Transsibirische Bahn“ im Landesmuseum Darmstadt
• 2000 der Meisterkurs bei Kurt Widmer (Bariton), der seinen Sängern durch Körpererfahrung vermittelt, nicht an das Singen zu denken
• 2001 der Mut, aufzubrechen und weiter zu wollen in meiner Diplomarbeit der Architektur
• seit 2004 unsere Tochter, deren Leben wir begleiten dürfen
• 2010 das Traumseminar bei Ortrud Grön, die mit ihrer Klarheit im Fragen Kritik äußern kann, die angenommen wird
• die 14 Jahre freiberufliche Tätigkeit als Künstler in Köln bis 2019
• 2020 die pädagogische Art von Achim Leonhardt mir zu zeigen, dass meine Körpersprache nicht die eines Lehrers (22. Arbeitsstelle) entspricht
• drei große Lieben, die mich spüren lassen, wie wunderbar kräftig, bereichernd und vielschichtig das Miteinander sein kann
• und nach wie vor die Aufrichtigkeit und Spiritualität zum Leben, es zuzulassen, lebendig zu sein …

Franziska Eißner über Malte Lück: „In seinem künstlerischen Oeuvre beschäftigt er sich mit komplexen Fragestellungen des Lebens, das bedeutet für ihn: mit dem Mensch-Sein an sich. Um einer Definition des Mensch-Seins näher zu kommen, muss man an bestehende körperliche und geistige Grenzen gelangen. Und erst durch Überschreitung dieser Grenzen kann das Nicht-Mehr-Mensch-Sein zu einer Konkretation gelangen, um so das Menschliche umso deutlicher erfahrbar werden zu lassen, auch visuell sichtbarer, oder eben auf gefühlter Ebene.

Seine Aktionen tragen dabei rituelle Elemente, die in diesem Sinne von einer genauen Choreographie, sowie der Reduktion der Geste auf eine wiederkehrende Symbolik geprägt sind. Mit den Mitteln der Kunst kann so der Entwurf einer Antwort auf existenzielle Fragen des Lebens gegeben werden. Dabei werden in seinem umfangreichen Schaffen immer wieder die Bereiche von Selbstreflektion und Selbstverortung interpretiert, entweder im Kontext von Subjekt und Gesellschaft, oder von Innen und Außen der eigenen Person, als Reziproke gesellschaftlicher Prozesse.“

Zur Webseite: malte lueck