Über die evangelische Kirche in Staden

Seit der Reformation im Jahr 1543 ist die Kirchengemeinde evangelisch. Der erste evangelische Pfarrer war Erasmus Alber, ein Reformator in der Wetterau.
Die Kirche wurde ab 1811 geplant, zunächst gab es Auseinandersetzungen über das Grundstück. Gebaut wurde die Kirche außerhalb der damaligen Stadtmauer. Die Kirche befindet sich jetzt gegenüber der Stadener Parkanlage. Die Einweihung der Kirche war im Oktober 1837.
Die Kirche hat mächtige Säulen und Arkadenbögen, es gibt ein Mittelschiff und zwei Seitenschiffe in gleicher Höhe. In der Kirche befindet sich eine Herrschaftsloge, die auf Wunsch von Freiherrn von Löw gebaut wurde. Der Chorraum ist mit drei Stufen erhöht und schließt sich halbkreisförmig an das Mitteschiff an. In der Mitte der Chorwand ist die Kanzel mit Treppen zu beiden Seiten.
Die letzte Renovierung fand im Jahr 2000 statt.

Kunstwerke

Etwas Besonderes sind die Fenster im Chorraum, die aus Opaleszentglas gefertigt sind, das sind lichtdurchlässige, alabasterhaft wirkende Fenster.
Die Kirche in Staden wirkt über ihre Schlichtheit.

Die Kirchengemeinde

Staden ist eine kleine Gemeinde mit ca. 400 Gemeindemitgliedern, der Kirchenvorstand besteht aus vier Mitgliedern, es gibt viele freundliche Menschen, die an der Kirche und ihren Angeboten interessiert sind, aber wenig Gruppen. Staden uns Stammheim sind beides kleine Dörfer, die sich an der Kirchengemeinde Florstadt orientieren und mit Florstadt bei bestimmten Anlässen zusammenarbeiten.

Eckdaten zu Staden

Schon im Jahr 788 n. Christus wurde Staden urkundlich erwähnt.
Staden hatte Stadtrechte. Es gab hier Handel im Mittelalter, an drei Tagen war in der Dorfmitte Markt. Staden ist landwirtschaftlich geprägt. Daneben ist es die Wasserburg, ein Schloss, das heute u.a. ein Schlossrestaurant ist. In Staden gab es bis zum Jahr 1938 eine relativ große jüdische Gemeinde mit einem jüdischen Schlachthaus, einer Mikwe, einer Synagoge und einem jüdischen Friedhof.
In Staden gibt es einen großen Park, der nach dem Vorbild des Parks in Bad Muskau angelegt wurde und seit 1902 unter Denkmalschutz steht. Es gibt hier im Dorf seit 2011 ein kleines Weltkulturerbe, das ist eine Brücke auf Stelzen.

Heute leben in Staden ca. 900 Einwohner*innen.