Neuer Termin für die Eröffnung der Sichtweisen 2021

Die Eröffnung der diesjährigen Sichtweisen wurde um eine Woche verschoben. Somit werden die Arbeiten des 2017 verstorbenen Städelabsolventen und Künstlers Karsten Kraft in der Friedberger Burgkirche erst ab dem 11.03. zu sehen sein. In diesem Jahr steht das etablierte Projekt unter dem Titel “von Leid, Licht und Unendlichkeit” statt. Vom 11. März – 01. April finden im Rahmen der Passionsandachten Kunst, Musik und Wort zusammen und geben Impulse zum Thema der Passion. Die Ausstellung läuft bis zum 18.04.21.

Titel: Sichtweisen 2021 I Karsten Kraft
Vernissage: Donnerstag, 11.03.21; 18 Uhr: Eröffnung mit Pfarrer Dr. Markus Zink, Referent für Kunst und Kirche, 19.00 Uhr: Passionsandacht mit Pfarrerin Claudia Ginkel; Musik: Sabine Dreier (Flöte) & Kantor Ulrich Seeger
Zeitraum der Ausstellung u. Öffnungszeiten: 12.03. – 18.04.2020, jeweils Fr-So, 14-17 Uhr, sowie Do um 19 Uhr im Rahmen der Passionsandachten
Veranstalter: Evangelische Kirchengemeinde Friedberg
Ort: Burgkirche, In der Burg, 61169 Friedberg

Karsten Kraft begann mit der künstlerischen Arbeit in seinen frühen 20er Jahren als Autodidakt. Bereits damals schuf er sowohl im figurativen wie auch im abstrakten Bereich eindrucksvolle Arbeiten, denen bereits eine ganz eigene Handschrift innewohnte. Es folgten die Lehrjahre am Frankfurter Städel bei keinem Geringeren als Herrmann Nitsch, welche er als Meisterschüler im Jahr 2000 abschloss.

Die folgenden fast zwei Jahrzehnte bis zu seinem frühen Tod waren neben Lehraufträgen vor allem gefüllt mit seiner künstlerischen Produktion. Zentrales Thema war für eine längere Zeit das, wie er es nannte, ‚Universum des Schmerzes‘, welches er in großformatigen, expressiven Arbeiten in Malerei übersetzte. Aus dieser Schaffenszeit wird in der Burgkirche unter anderem ein Triptychon gezeigt werden, das die Kreuzigung zum Gegenstand hat.

Dem gegenüber wird die Präsentation von abstrakten Arbeiten aus anderen Schaffensperioden wie ‚nebulae‘ oder seinem letzten Zyklus ‚spheres‘ stehen, in denen Karsten Kraft seine Faszination für das Universum zum Ausdruck brachte.

Karsten Kraft hat einmal über seine Arbeit gesagt: „mein thema ist die malerei. das wichtigste ist nicht das motiv sondern der optische genuss – die handschrift (duktus) – die frage: ist die wandlung von farbe auf leinwand zu einem bild – etwas lebendigem gelungen? meine arbeiten wirken in ihrer (original)größe und leben von kleinsten farbnuancen die einen raum und eine atmosphäre schaffen.“

Beides ist ihm in seinem leider viel zu kurzen Leben gelungen – Malerei zu schaffen, die lebendig ist, und eine Atmosphäre, die den Raum zum Schwingen bringt.